Bock haben
BOCK HAH-benWendung, RedewendungUmgangssprachlich
Deutsch: ein Slangbegriff. Deutscher Slang von A bis Z.
Was es bedeutet
Lust auf etwas haben, zu etwas aufgelegt sein. „Hast du Bock auf Kino?“
Weit häufiger im Negativ. „Keinen Bock“ ist der deutsche Standardausdruck für Unlust, und „null Bock“ diente die 1980er-Jahre hindurch als Generationenetikett für westdeutsche Jugendliche.
Auch mit Verb: „Ich hab keinen Bock, das nochmal zu machen.“
Wörtlich: Einen Ziegenbock haben.
Im Gebrauch
Hast du Bock, heute Abend rauszugehen?
Ich hab echt null Bock auf die Sitzung.
Woher es kommt
Trotz Schreibung und einer hartnäckigen Volksetymologie über brünftige Tiere nicht der Ziegenbock. Es kommt vom Romani bokh, „Hunger“, das über das Rotwelsch ins Deutsche gelangte – derselbe Weg wie bei Kaff, Zaster und einem guten Teil des übrigen deutschen Slangs. Die Sprecher schrieben es dann als das bereits vorhandene Wort Bock, und der Ziegenbock übernahm erst danach die Vorstellung.
Erstbeleg: 19. Jahrhundert
Andere Formen
- Schreibweisen und Varianten:
- null Bock, keinen Bock
- Ähnliche Begriffe:
- Lust haben