güey
WAY/wei/Substantiv, InterjektionInformell
Mexikanisches Spanisch: ein Slangbegriff. Mexikanischer Slang von A bis Z.
Was es bedeutet
Alter, Kumpel, Typ. Sowohl als direkte Anrede an einen Freund als auch für jeden namentlich nicht genannten Mann.
Als satzfinale Partikel ganz ohne lexikalischen Inhalt, die die Rede als locker markiert – ungefähr die Funktion von „ey“ im Deutschen.
Das ist bei jungen Sprechern mit Abstand der häufigste Gebrauch.
Idiot, Trottel. Die ursprüngliche Bedeutung, bei feindseligem Ton nach wie vor lebendig.
Wörtlich: Ochse – von buey, ein kastrierter Stier.
Beispiele mit Übersetzung
¿Qué onda, güey? ¿Todo bien?
Was geht, Alter? Alles gut?
No manches, güey, eso no se hace.
Ey komm, so was macht man nicht.
Hinweis: Reine Füllung – güey zu streichen ändert nichts außer dem Register.
Ese güey nunca contesta el teléfono.
Der Typ geht nie ans Telefon.
Hinweis: Bezug in der dritten Person auf einen Fremden, leicht abfällig.
Woher es kommt
Von buey, „Ochse“. Einen Mann einen Ochsen zu nennen unterstellte ihm Schwerfälligkeit oder machte ihn zum Gehörnten – das Tier ist kastriert. Die Beleidigung nutzte sich durch ständigen Gebrauch zu einer neutralen Anrede ab, denselben Weg gingen „Alter“ und „Typ“.
Erstbeleg: 19. Jahrhundert als Beleidigung; die neutrale Bedeutung ab Mitte des 20. Jahrhunderts
Andere Formen
- Schreibweisen und Varianten:
- wey, we, buey
- Ähnliche Begriffe:
- cuate, carnal, compa, vato